{"id":3544,"date":"2015-04-09T19:58:18","date_gmt":"2015-04-09T17:58:18","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/?p=3544"},"modified":"2015-04-09T20:02:14","modified_gmt":"2015-04-09T18:02:14","slug":"noch-knallen-keine-sektkorken-beitrag-aus-der-alszeilen-ausgabe-915","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/noch-knallen-keine-sektkorken-beitrag-aus-der-alszeilen-ausgabe-915\/","title":{"rendered":"Noch knallen keine Sektkorken (Beitrag aus der Alszeilen Ausgabe 9\/15)"},"content":{"rendered":"<p>F\u00fcr diejenige, die die Derby-Ausgabe der Alszeilen verpasst haben, m\u00f6chten wir den folgenden Beitrag auch auf unserer Website online stellen. Der Text von Anh\u00e4ngervereinigung &amp; den Freund_innen der FHT spiegelt die Meinung zum Status Quo punkto R\u00fcckf\u00fchrung wieder.\u00a0<!--more--><strong>Wenn die Vienna heute zum \u201eD\u00f6rby of Love\u201c gegen den Sportklub auf den Rasen l\u00e4uft, dann handelt es sich nur scheinbar um das Aufeinandertreffen zweier Traditionsvereine.<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend die alte Dame aus D\u00f6bling auf eine 120-j\u00e4hrige Geschichte zur\u00fcckblicken darf, ist der Wiener Sportklub mit seinen 13 Jahren gerade einmal in der Pubert\u00e4t angekommen. \u201eSportklub? 13 Jahre? Das kann nicht sein\u201c mag sich manche\/r jetzt denken, \u201ewas ist mit dem 7:0 gegen Juve, das ist doch schon viel l\u00e4nger her!\u201c. Stimmt schon. Auf den ersten Blick scheint sich tats\u00e4chlich nicht viel ver\u00e4ndert zu haben: der Sportklub spielt in schwarz-wei\u00df, das Wappen ziert die wehende Fahne und der Platz liegt drau\u00dfen in Dornbach. Selbst die Fans meint man schon seit ewigen Zeiten zu kennen. Und doch gibt es da einen kleinen, aber feinen Fehler im Suchbild.<br \/>\n<img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"aligncenter size-medium wp-image-3545\" src=\"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bilderraetsel_WSCK-300x155.png\" alt=\"Bilderraetsel_WSCK\" width=\"300\" height=\"155\" srcset=\"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bilderraetsel_WSCK-300x155.png 300w, https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2015\/04\/Bilderraetsel_WSCK.png 481w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/p>\n<p>Im Herbst 2001, als es finanziell wieder einmal nicht zum Besten stand, wurde die Idee geboren, die Fu\u00dfballsektion auszugliedern und als neuen, von Schulden befreiten\u00a0 Verein weiterzuf\u00fchren. Auch wenn auf eine detaillierte Schilderung der Vorkommnisse hier bewusst verzichtet wird, gibt es im Ergebnis seit damals zwei Vereine in Dornbach: den Wiener Sport-Club, der heute mit Fechten, Radfahren, Squash, Schwimmen und Wasserball aktiv ist; und den Wiener Sportklub, der seither f\u00fcr den schwarz-wei\u00dfen Fu\u00dfball verantwortlich zeichnet. Leider war die Trennung von \u201eC\u201c und \u201eK\u201c nicht immer vom Geiste der gemeinsamen Geschichte getragen, sondern wurden manch tiefe Gr\u00e4ben aufgerissen, die \u2013 so schien es manchmal \u2013 selbst mit all dem zerschlagenen Porzellan nur schwerlich zu f\u00fcllen w\u00e4ren. So h\u00e4ufig \u00fcber eine R\u00fcckf\u00fchrung des Fu\u00dfballs in den WSC gesprochen wurde, so h\u00e4ufig scheiterten die Gespr\u00e4che schon im Anfangsstadium.<\/p>\n<p>Dass die Thematik 13 Jahre nach der Trennung auf der Priorit\u00e4tenliste trotzdem noch immer ganz oben steht, ist nicht nur den Mitgliedern von WSC und WSK zu verdanken, die in den jeweiligen Generalversammlungen entsprechende Grundsatzbeschl\u00fcsse gefasst haben, sondern auch den beiden gro\u00dfen Anh\u00e4ngergruppen, die sich in all den Jahren daf\u00fcr eingesetzt haben, dass zum einen die Br\u00fccken zwischen WSC und WSK nie abgebrochen wurden und zum anderen auch jene Anh\u00e4nger mit der Thematik vertraut gemacht werden, die noch nicht so lange in Dornbach dabei sind. Sowohl die \u201eAnh\u00e4ngervereinigung des WSC\u201c wie auch der \u201eVerein FreundInnen der Friedhofstrib\u00fcne\u201c sehen die R\u00fcckf\u00fchrung als zentrales Ziel ihrer Bem\u00fchungen, sind doch beide davon \u00fcberzeugt, dass eine \u00dcberwindung der Gr\u00e4ben nicht nur aus sentimentalen oder psycho-hygienischen Gr\u00fcnden sinnvoll ist, sondern auch handfeste wirtschaftliche und sportliche Argumente daf\u00fcr sprechen. Beide Fan-Gruppen, Friedhofstrib\u00fcne und Anh\u00e4ngervereinigung, boten sich \u00fcber all die Jahre ganz bewusst als Br\u00fccke zwischen WSC und WSK an und lie\u00dfen ihre Unterst\u00fctzung (auf der Trib\u00fcne und finanziell) nicht nur dem Fu\u00dfball sondern gleicherma\u00dfen den verbliebenen Sektionen des WSC angedeihen. Auch Fan-Initiativen wie \u201eKommt\u2019s z\u2019samm\u201c oder \u201eZwei Vereine sind einer zuviel\u201c zeugen von dem Wunsch der Anh\u00e4nger nach einem baldigen Ende der schwarz-wei\u00dfen Schizophrenie.<\/p>\n<p><img decoding=\"async\" src=\"https:\/\/scontent-vie.xx.fbcdn.net\/hphotos-xpf1\/v\/t1.0-9\/10945405_10206524744420678_4044985337636887261_n.jpg?oh=805a7f855e4e139641870a334ddb3f54&amp;oe=5597ACC1\" alt=\"\" width=\"600\" \/><\/p>\n<p>Von der Sinnhaftigkeit einer R\u00fcckf\u00fchrung sind auch die VerhandlerInnen von WSC und WSK \u00fcberzeugt, die seit Sommer 2014 einen neuen Anlauf unternehmen, aus den beiden Vereinen wieder einen werden zu lassen. Hier sind es insbesondere die wirtschaftlichen Kennzahlen des Fu\u00dfballbetriebs, die \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum im Detail zu pr\u00fcfen sind, bevor eine R\u00fcckf\u00fchrung seri\u00f6s angegangen werden kann. Nachdem sowohl die in den letzten Monaten aufgebaute Gespr\u00e4chs- und Vertrauensbasis wie auch die vom WSK \u00fcbermittelten und erl\u00e4uterten Finanzdaten f\u00fcr den weiteren Verlauf der Gespr\u00e4che zuversichtlich stimmen, wurde vor kurzem \u00fcbereinstimmend vereinbart, in Detailverhandlungen hinsichtlich der R\u00fcckf\u00fchrung des Fu\u00dfballbetriebs in den WSC einzusteigen. Sind die Rahmenbedingungen gekl\u00e4rt, m\u00fcssen diese in Generalversammlungen den Mitgliedern vorgelegt und abgestimmt werden. Warten bis dahin m\u00fcssen die Anh\u00e4nger-Gruppen aber nicht, um ihre Position \u201ePro R\u00fcckf\u00fchrung\u201c zu vertreten, schlie\u00dflich sind sie in den Vorst\u00e4nden von WSC und WSK mit je einem Mitglied direkt vertreten.<\/p>\n<p>Noch ist es zu fr\u00fch, die Sektkorken knallen zu lassen, noch hei\u00dft es H\u00fcrden zu nehmen. Doch man kann ohne \u00dcbertreibung behaupten, dass ein wiedervereinter Wiener Sport-Club heute n\u00e4her ist als irgendwann in den letzten 13 Jahren. Und das ist ja schon einmal was.<\/p>\n<p>_________________________________<br \/>\nAlle Ausgaben der Alszeilen gibt es auch als Download &#8211; und zwar auf <a title=\"Alszeilen - Download auf wienersportklub.at\" href=\"http:\/\/www.wienersportklub.at\/verein\/stadionzeitung\" target=\"_blank\">wienersportklub.at<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>F\u00fcr diejenige, die die Derby-Ausgabe der Alszeilen verpasst haben, m\u00f6chten wir den folgenden Beitrag auch auf unserer Website online stellen. 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