{"id":3875,"date":"2015-10-07T15:40:58","date_gmt":"2015-10-07T13:40:58","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/?p=3875"},"modified":"2015-10-07T17:46:19","modified_gmt":"2015-10-07T15:46:19","slug":"die-fare-aktionswochen-2015-auf-der-fht-refugees-are-our-football-family","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/die-fare-aktionswochen-2015-auf-der-fht-refugees-are-our-football-family\/","title":{"rendered":"Die FARE Aktionswochen 2015 auf der FHT: Refugees are our football-family!"},"content":{"rendered":"<p>Der folgende Text wurde f\u00fcr die alszeilen Ausgabe verfasst, die am 9.10.2015 beim Heimspiel des WSK gegen den SV Horn erscheint.<\/p>\n<p>Die Bilder von fl\u00fcchtenden Kindern, M\u00e4nnern und Frauen sind in \u00d6sterreich Alltag geworden. Die sogenannte Fl\u00fcchtlingskrise hat Mitteleuropa erreicht, und wie uns einige Stimmen suggerieren wollen scheint sie nicht bew\u00e4ltigbar zu sein. <!--more--><\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Die sogenannte Fl\u00fcchtlingskrise hat Mitteleuropa erreicht und &#8211; wie uns einige Stimmen suggerieren wollen &#8211; scheint sie nicht bew\u00e4ltigbar zu sein.<br \/>\nWorin besteht diese Krise eigentlich? Kriegerische Konflikte und\/oder \u00f6konomische Hoffnungslosigkeit vieler Menschen sind Gr\u00fcnde, die Flucht zu wagen, mit der Aussicht auf ein besseres Leben, aber vor allem mit der Aussicht zu \u00fcberleben. Die Frage, ob es einen Unterschied macht, ob Menschen Angst haben, ihr Kind zu verlieren, weil sie es nicht ern\u00e4hren k\u00f6nnen, oder es dem Krieg zum Opfer f\u00e4llt, sollte berechtigterweise gestellt werden d\u00fcrfen. Teil der Krise ist dementsprechend ebenso der Umgang mit den Fluchtgr\u00fcnden. Die Passivit\u00e4t der europ\u00e4ischen Union und ihrer Mitgliedstaaten bei der Vermeidung dieser Fluchtgr\u00fcnde ist ebenso Ausl\u00f6ser einer Perspektivenlosigkeit, die Menschen erst dazu zwingt, ihr Zuhause zu verlassen. Weder auf nationaler Ebene, noch durch die internationale Gemeinschaft gibt es Strategien zu einer Bew\u00e4ltigung.<br \/>\nAuf dem Weg in eine neue Zukunft sehen diese Menschen den gr\u00f6\u00dften Auswuchs der Krise \u2013 das vermeintliche Unverm\u00f6gen, sie zu bew\u00e4ltigen bzw. bew\u00e4ltigen zu wollen. Statt Pl\u00e4ne zu Aufnahme und Integration von Fl\u00fcchtlingen in unser System zu entwickeln, bauen wir Z\u00e4une, investieren in Abschottung, milit\u00e4rische Strategien und Aufr\u00fcstung. Ein Konzept, das in der Geschichte noch nie erfolgreich war \u2013 egal ob Menschen drinnen oder drau\u00dfen gehalten werden sollten. Ganz im Gegenteil sch\u00fcren diese Ma\u00dfnahmen \u00c4ngste, sie produzieren Vorurteile und Unsicherheiten. Ausgehend von dieser akuten Situation sollte es klar sein, dass nicht wir Hilfe brauchen, sondern die Fl\u00fcchtlinge. Dass dieses politische Unverm\u00f6gen nicht alles an Solidarit\u00e4t zerst\u00f6rt hat, sehen wir an der ungebrochenen Spendenbereitschaft vieler unterschiedlicher Menschen der Zivilgesellschaft. Eigentlich scheint es l\u00e4ngst klar zu sein, dass es keine neuen Konzepte oder innovativen Ideen braucht, Menschen in unserer Mitte aufzunehmen. Ein gro\u00dfer Teil der Menschen in \u00d6sterreich lebt es seit Wochen vor.<br \/>\nIm Rahmen der Fare-Actionweek wollen wir erneut darauf aufmerksam machen, dass nicht Fl\u00fcchtlinge das Problem darstellen, sondern vielmehr die politische Ohnmacht im Umgang mit jenen, die ihr Recht auf Flucht in Anspruch nehmen.<br \/>\nDie FreundInnen der Friedhofstrib\u00fcne haben daher gemeinsam mit dem WSK auch wieder zum Heimspiel gegen Horn Fl\u00fcchtlinge eingeladen, das Spiel gemeinsam mit uns zu besuchen. Fu\u00dfball soll das erreichen, was die Politik derzeit nicht schafft: Menschen unvoreingenommen empfangen und ihnen zu vermitteln, dass sie in unserer Mitte herzlich willkommen sind.<br \/>\n\u201eFu\u00dfball verbindet\u201c sollte gerade in Zeiten wie diesen ein reales Gesicht bekommen, unabh\u00e4ngig von Herkunft, Kultur, Sprache, Hautfarbe, sexueller Identit\u00e4t und Fluchtgrund.<br \/>\nAuch wenn die Berichte \u00fcber lebensgef\u00e4hrliche Mittelmeer\u00fcberfahrten abgenommen haben sind diese nach wie vor Realit\u00e4t. Die Verzweiflung der Fl\u00fcchtenden ist gro\u00df genug, um alles zu riskieren, das eigene Leben miteingeschlossen &#8211; sei es am Weg \u00fcber das Festland oder \u00fcber das Meer.<br \/>\nNach wie vor sterben Menschen auf hoher See, weil keine legalen Fluchtwege nach Europa existieren.<br \/>\nDie virtuellen K\u00e4stchen der \u201e<a href=\"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/9-10-refugees-welcome-fare-aktion-unterstuetzen\/\" target=\"_blank\">All different \u2013 All equal<\/a>\u201c-Bande, die es im Rahmen der Fare-Aktionswoche wieder zu erwerben gibt, werden wir heuer an <a href=\"http:\/\/sea-watch.org\" target=\"_blank\">Sea-Watch<\/a> spenden . Ziel des Sea-Watch-Projektes ist es in erster Linie Menschenleben im Mittelmeer zu retten. Au\u00dferdem wird durch die Berichterstattung das Schicksal fl\u00fcchtender Menschen in den Blickpunkt der \u00d6ffentlichkeit ger\u00fcckt. Weitere Information und Spendenm\u00f6glichkeit zu diesem unterst\u00fctzenswerten Projekt findet ihr auf <a href=\"http:\/\/sea-watch.org\" target=\"_blank\">sea-watch.org<\/a>.<\/p>\n<p style=\"text-align: left;\">Eine weitere M\u00f6glichkeit, das Sea-Watch-Projekt zu unterst\u00fctzen ist au\u00dferdem der Kauf eines \u201eRefugees Welcome\u201c-T-Shirts. Diese sind um 18 Euro zu erwerben, wovon 13,80 Euro ebenfalls dem zuvor genannten Projekt zugute kommt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der folgende Text wurde f\u00fcr die alszeilen Ausgabe verfasst, die am 9.10.2015 beim Heimspiel des WSK gegen den SV Horn erscheint. Die Bilder von fl\u00fcchtenden Kindern, M\u00e4nnern und Frauen sind in \u00d6sterreich Alltag geworden. Die sogenannte Fl\u00fcchtlingskrise hat Mitteleuropa erreicht, &hellip; <a href=\"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/die-fare-aktionswochen-2015-auf-der-fht-refugees-are-our-football-family\/\">Weiterlesen <span class=\"meta-nav\">&rarr;<\/span><\/a><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"ngg_post_thumbnail":0,"footnotes":""},"categories":[1],"tags":[48,208,210],"class_list":["post-3875","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-allgemein","tag-fare","tag-fare-2015","tag-sea-watch-org"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3875","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=3875"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3875\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":3876,"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/3875\/revisions\/3876"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=3875"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=3875"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=3875"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}