{"id":3897,"date":"2015-10-29T14:37:24","date_gmt":"2015-10-29T12:37:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/?p=3897"},"modified":"2015-10-29T14:37:24","modified_gmt":"2015-10-29T12:37:24","slug":"ein-jahr-fussball-und-soziale-inklusion","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/ein-jahr-fussball-und-soziale-inklusion\/","title":{"rendered":"Ein Jahr Fu\u00dfball und soziale Inklusion"},"content":{"rendered":"<p>Mit dem Abschluss der Fare-Aktionswochen beim vergangenen Heimmatch gegen Ebreichsdorf fand auch ein Projekt seinen Abschluss, bei dem die Freund_innen der Friedhofstrib\u00fcne von pro supporters zur Mitarbeit eingeladen wurden. Seit dem Beginn anl\u00e4sslich der Fare-Aktionswochen 2014 wurden die Aktionen der Fans der Friedhofstrib\u00fcne begleitet und dokumentiert. Ziel war es Best-Practice-Beispiele zu finden, wie Fu\u00dfball als offener, gewaltfreier und kommunikativ sozialer Raum erlebt werden kann. Kurz: wie man Menschen unabh\u00e4ngig von ihrer Herkunft sozial einbinden kann.<!--more--><\/p>\n<p>Aber zun\u00e4chst einmal zur\u00fcck zum Anfang. pro supporters gibt es seit 2012 und ist beim Wiener Institut f\u00fcr Internationalen Dialog und Zusammenarbeit (VIDC) als Koordinationsstelle f\u00fcr Fanarbeit in \u00d6sterreich angesiedelt. Die Organisation setzt es sich zum Ziel, nachhaltige Strukturen und Rahmenbedingungen f\u00fcr sozialpr\u00e4ventive Fanarbeit in \u00d6sterreich zu schaffen und zu etablieren.<br \/>\nDas Projekt \u201eFu\u00dfball &#038; Soziale Inklusion\u201c mit der FHT ist hierbei also nur einer von vielen Bausteinen, der in einem ersten Schritt im Modul \u201ePr\u00e4vention durch Bildung\u201c in die Aus- und Weiterbildungsarbeit von pro supporters einflie\u00dfen wird. In einem zweiten Schritt im Handbuch \u201eSozialpr\u00e4ventive Fanarbeit in \u00d6sterreich\u201c soll das Projekt auch als Best-Practice-Beispiel dienen.<\/p>\n<p>Neben der Anerkennung und W\u00fcrdigung der Vereinsarbeit seitens der Freund_innen war f\u00fcr uns die M\u00f6glichkeit die geleistete Arbeit zu dokumentieren und auch Feedback einholen zu k\u00f6nnen, ein wichtiger Teil des Projekts. Es soll uns dabei helfen, wie wir unser Ziel \u2013 n\u00e4mlich langfristig sozial inklusiv zu wirken \u2013 besser erreichen k\u00f6nnen, wie auch auch andere Fu\u00dfballfans und Fanvereinigungen ermutigt werden k\u00f6nnen, mit diesem Ziel aktiv zu werden.<br \/>\nIn der Tat wurde dank der Mithilfe zahlreicher Helfer_innen eine Vielzahl der Aktionen initiiert bzw. beteiligten sich Angeh\u00f6rige der Freund_innen der FHT an diversen Projekten. Einiges davon ist der\/m aufmerksamen Alszeilen-Leser_in und Besucher_in des Sportclubplatzes bereits vertraut. Hier seien nur kurz Aktionen im Stadion (Banner, Flyer und Choreographien), die Organisation der Ausw\u00e4rtsfahrten zu Spielen des WSK und das Fundraising f\u00fcr den WSK, seinen Nachwuchs, die Frauensektion, den WSC sowie die Organisation des Ute Bock Cup genannt.<\/p>\n<p>Weniger bekannt ist vielleicht, dass hinter diesen Begleiterscheinungen des Fu\u00dfballs sauviel Arbeit und Eigenmotivation steckt. Manch einer scheint zu glauben, dass dies alles von einer gro\u00dfen, hierarchisch strukturierten und \u00fcberwiegend erwerbslosen Gruppe geleistet wird, die eh nix besseres zu tun hat, als die Welt zu verbessern oder &#8211; noch schlimmer &#8211; sich selbst profilieren zu wollen. Im Gegenteil! Hinter jeder Aktion steckt individuelles Engagement und der Wunsch mit Gleichgesinnten etwas auf die Beine zu stellen, um letztlich andere Menschen f\u00fcr Fu\u00dfball als verbindendes, kommunikatives und gewaltfreies Erlebnis zu begeistern &#8211; und dies zus\u00e4tzlich. N\u00e4mlich zus\u00e4tzlich zu Familienleben, Broterwerb und Ausbildung und ja, es gibt auch noch ein Leben au\u00dferhalb des Sportclubplatzes.<br \/>\nAlso was ist noch so passiert in diesem Jahr? W\u00e4hrend in vorangegangenen Jahren bei der FARE-Woche der Fokus auf stadionbezogene Diskriminierung gelegt wurde, haben wir letztes Jahr entschieden gegen die Diskriminierungen von Menschen, die auf das Betteln angewiesen sind, einzutreten und f\u00fcr die strukturellen Bedingungen von Armut zu bek\u00e4mpfen (vgl. Alszeilen #6\/14).<\/p>\n<p>Im November fand dann zun\u00e4chst die Theaterauff\u00fchrung \u201eJugoslav je Jugoslav\u201c statt, die als eine Fu\u00dfballreise \u201eals Spiegelbild politischer und famili\u00e4rer Dramen (\u2026) durch das Jugoslawien des 20. Jahrhunderts&#8220; f\u00fchrt (vgl. Alszeilen #7\/14). Die Winterpause wurde im Anschluss daf\u00fcr genutzt, die lange virulente Idee der Beschriftung der Stiegen hinauf zum Flag umzusetzen, das Neujahrskonzert unter Beteiligung von 4 Wiener Bands und die als Kick-off-Veranstaltung zum Ute Bock Cup durchgef\u00fchrte Dokumentarfilm-Vorf\u00fchrung \u201eDa.sein\u201c mit anschlie\u00dfender Diskussion zum Thema \u201eFu\u00dfball und Leben ohne Papiere\u201c zu organisieren.<\/p>\n<p>Am personell umfangreichsten und organisatorisch zeitaufw\u00e4ndigsten waren neben der Vorbereitung des Ute Bock Cup dann in diesem Jahr die Mitgr\u00fcndung des Vereines \u201eFu\u00dfballfreunde gegen Homophobie \u00d6sterreich\u201c, bei der zahlreiche Freund_innen engagiert sind. Sch\u00f6n, dass mit der bunten Luftballonchoreographie beim Derby gegen die Vienna inmitten einer breiten \u00d6ffentlichkeit ein Zeichen gegen Homophobie gesetzt werden konnte (vgl. Alszeilen #9\/14).<\/p>\n<p>Text: pro supporters &#038; FHT<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit dem Abschluss der Fare-Aktionswochen beim vergangenen Heimmatch gegen Ebreichsdorf fand auch ein Projekt seinen Abschluss, bei dem die Freund_innen der Friedhofstrib\u00fcne von pro supporters zur Mitarbeit eingeladen wurden. 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