{"id":4554,"date":"2016-10-30T15:16:53","date_gmt":"2016-10-30T13:16:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/?p=4554"},"modified":"2016-10-26T15:34:12","modified_gmt":"2016-10-26T13:34:12","slug":"nicht-jeder-ball-ist-automatisch-rund","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/nicht-jeder-ball-ist-automatisch-rund\/","title":{"rendered":"Nicht jeder Ball ist automatisch rund\u2026"},"content":{"rendered":"<p>Ballsportarten werden gemeinhin mit runden B\u00e4llen ausgetragen, und das seit bereits sehr langer Zeit. Sofern man den \u00dcberlieferungen Glauben schenken mag, wird Fu\u00dfball etwa seit dem 3 Jahrhundert vor Christus gespielt. Das damals in China nach \u00e4hnlichen Regeln ausgetragene Spiel nannte sich \u201eCuju\u201c (Ts\u00f9h-k\u00fch).<\/p>\n<p>Zwar nicht ganz so lange, aber immerhin auch schon seit 1869 wird in den USA dem American Football nachgegangen. Und weitere 128 Jahre sollte es dauern, genauer gesagt bis ins Jahr 1997, bis in \u00d6sterreich diese Sportart auch von Frauen ausge\u00fcbt wurde. Und seit dem Jahr 2000 fr\u00f6nen die American Football Frauen Ihrer Sportart in \u00d6sterreich in einem, wenn auch kleinen aber feinen regul\u00e4ren Meisterschaftsbetrieb. Denn, gegenw\u00e4rtig existieren hier zu Lande insgesamt 6 Vereine, welche Frauen die M\u00f6glichkeit geben, American Football zu spielen. Erstmals seit diesem Jahr wurde die Liga in zwei Gruppen unterteilt. In der einen Gruppe spielen die Schwaz Hammer Ladies, die Projekt Spielberg Graz Giants Ladies und die Telfs Patriots Ladies. In der anderen Gruppe befinden sich Danube Dragons Ladies, die Vienna Vikings Ladies und die Budapest Wolves Ladies.<\/p>\n<p>Umso erstaunter aber auch erfreut war dann letztendlich der Verfasser dieser Zeilen, als er von den Danube Dragons Ladies eine Einladung zu einem Bericht erhielt, welche er nur zu gerne annahm. <!--more--><\/p>\n<p>So kam es, dass ich mich in den Abendstunden des 12.10.2016 zum Biberhaufenweg, zur Sportanlage des SV Aspern begab, um dem Training der Football Frauen beizuwohnen. Ein klein wenig zu fr\u00fch vor Ort, suchte ich gleich mal die Kantine auf, um mich an einem Kaffee zu erw\u00e4rmen. Relativ bald wurde ich dort dann auch gleich von den dort anwesenden Spielerinnen aufgefordert, mich doch am Tisch dazu zu setzen. Zwar habe ich durchaus schon American Football Spiele im Fernsehen gesehen und mir im Vorfeld zu dieser Geschichte auch das eine oder andere Video zu Gem\u00fcte gef\u00fchrt, musste dennoch im Zuge der taktischen Vorgespr\u00e4che relativ bald erkennen, das dieses Spiel wesentlich komplexer und facettenreicher ist, als sich dies \u201eOtto Normalverbraucher\u201c vorzustellen vermag. Innerhalb k\u00fcrzester Zeit fielen Begriffe bzw. Umschreibungen zu Spielzugvarianten, welche ich an diesem Abend zum ersten Mal geh\u00f6rt hatte. Dies kam jedenfalls in den TV \u00dcbertragungen, aber auch in den vom mir zuvor gesehenen Videos, definitiv nicht vor.<\/p>\n<p>Dankenswerterweise stellte sich Thomas, einer von mehreren Trainern der Danube Dragons Ladies, f\u00fcr ein Interview zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Hallo Thomas, ein sehr herzliches Hallo von meiner Seite. Du bist Trainer des Frauen Footballteams der Danube Dragons. Seit wann bist Du Trainer? Was waren Deine Beweggr\u00fcnde, selbst American Football zu spielen?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Ich begann im Jahr 2002 selbst zu spielen, \u00fcber Bekannte habe ich herausgefunden, dass es American Football auch in \u00d6sterreich gibt. Ich kannte es bis dahin nur aus Amerika, und das auch nicht so gut, da es damals noch nicht so h\u00e4ufig \u00fcbertragen wurde. Die Schwester eines Bekannten war bei den Dragons, dadurch habe ich auch begonnen mich daf\u00fcr zu interessieren und zum Verein zu kommen. Mir gefiel, was diesen Sport ausmacht, das Zusammenspiel zwischen Kraft und Taktik hat mich sehr interessiert. Damals habe ich dann auch ziemlich rasch begonnen, den Nachwuchs zu coachen, was ich nach einiger Zeit aus Zeitgr\u00fcnden allerdings auch wieder zur\u00fcckgelegt habe. Seit dem Jahr 2010, seit es die Ladies gibt, begann ich zun\u00e4chst als Unterst\u00fctzer zu helfen und bin dann aber relativ bald in den Coaching Staff hineingewandert.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Du selbst hast es soeben angesprochen, seit dem Jahr 2010 haben Frauen die M\u00f6glichkeit bei den Danube Dragons American Football zu spielen. Auf der Homepage des Verbandes habe ich festgestellt, dass dies in \u00d6sterreich seit dem Jahr 1997 m\u00f6glich ist. Aus der Tabelle war auch herauszulesen, dass es in \u00d6sterreich nicht allzu viele Vereine gibt, die American Football im Frauensport anbieten.<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Es hat sich mittlerweile sehr viel getan. Es begann im Jahr 1997, dass auch Frauen gespielt haben, das waren jedoch sehr, sehr wenige Vereine. Durch den Umstand dass dieser Sport damals nicht so bekannt war, w\u00e4re es bei mehreren Vereinen aber auch \u00e4u\u00dferst schwierig gewesen, \u00fcberhaupt eine Mannschaft zu stellen. Wir haben erst im Jahr 2010 begonnen, als die \u201eRangers\u201c ihr Damenteam im Gro\u00dfen und Ganzen aufgel\u00f6st haben, und einige der \u201eVikings\u201c Spielerinnen an unseren Vorstand herangetreten sind, mit der Frage, ob wir nicht auch ein Team haben m\u00f6chten. Seitdem haben wir ein Team. Als wir in die Liga eingestiegen sind, gab es nur 3 Teams, mittlerweile sind wir auf sechs Teams angestiegen und es werden immer mehr. Die Hochsaison der Ladies Football Teams kommt erst, wenn es immer mehr Teams werden und es dadurch viel interessanter wird.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Ist die Resonanz zur der aktiven sportlichen Beteiligung gro\u00df?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Es wird immer gr\u00f6\u00dfer, es kommen immer mehr. Gegenw\u00e4rtig ist beispielsweise Amstetten am Aufbau eines Teams, ebenso die Raiders aus Innsbruck. Es wird dadurch auch f\u00fcr andere Vereine immer interessanter, Frauenmannschaften zu stellen.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: In so ziemlich s\u00e4mtlichen Vereinen dieser Welt ist das liebe Geld immer wieder ein gro\u00dfes Thema. Wie finanzieren sich die Danube Dragons?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Gute Frage, hier sprichst Du ein problematisches Thema an. Am lieben Geld fehlt es leider immer. Auch wir befinden sich hier in einer angespannten Situation, die schon so manche kreative L\u00f6sung bzw. Abstriche nach sich gezogen haben. Wie finanzieren sich also die Dragon Ladies? Zun\u00e4chst macht der gesamte Coaching und Betreuer Stab der Dragon Ladies seine Arbeit vollkommen unentgeltlich. Wir haben nat\u00fcrlich Mitgliedsbeitr\u00e4ge, das sind momentan 300 Euro im Jahr, was nicht sonderlich viel ist. Daher ben\u00f6tigen wir zus\u00e4tzliches Sponsoring um unseren Betrieb aufrecht zu erhalten. Sponsoren zu finden, stellt sich f\u00fcr uns als schwierig heraus. Dies mag zun\u00e4chst an der angespannten Wirtschaftssituation liegen, zum anderen auch daran das wohl derzeit Ladies Teams von potentiellen Sponsoren noch nicht als attraktiv gesehen werden. Wir haben aber immer wieder mal auch Kleinsponsoren, die wir \u00fcber Coaches und Teammanager vermittelt bekommen, welche Bekannte mit Firmen haben. Auch die Coaches und Betreuer sowie Spielerinnen sponsern immer wieder mal mit eigenen Geldern das Team. Ebenfalls ist der Vorstand der Danube Dragons mit finanziellen Mitteln hilfreich. So haben wir beispielsweise den Platz f\u00fcr die Dragons Herren, AFL-Spiele, markiert und daf\u00fcr finanzielle Unterst\u00fctzung bekommen. Aktuell befinden wir uns mit ein bis zwei etwas gr\u00f6\u00dferen Sponsoren in der Verhandlungsphase, welche uns eventuell f\u00fcr die n\u00e4chste Saison mehr Geld zur Verf\u00fcgung stellen k\u00f6nnten. Nat\u00fcrlich w\u00fcrden wir uns \u00fcber weitere Sponsoren sehr freuen, egal mit welchen Betr\u00e4gen, damit wir z.B. mit einem Team Bus zu Ausw\u00e4rtsfahrten fahren k\u00f6nnen und nicht getrennt mit Privatfahrzeugen.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Inwieweit seid Ihr, bist Du, mit Vorurteilen konfrontiert? Werden American Football spielende Frauen als sehr exotisch, als in \u00d6sterreich nichts allt\u00e4gliches, wahrgenommen?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Bei Herren sind nat\u00fcrlich keine Vorurteile vorhanden. Es ist ein harter M\u00e4nnersport, wie man dies so sch\u00f6n sagt. Das h\u00f6ren wir \u00f6fter. Bei den Ladies gibt es nat\u00fcrlich immer wieder Vorurteile. Es gibt immer wieder diese Stimmen, die besagen, dass Frauen nicht auf das Football Feld geh\u00f6ren. Es sei denn, als Cheerleader oder hinter den Herd. Solche Kommentare gab es immer wieder mal. Allerdings verblasst das immer \u00f6fter, sobald diese Personen ein Football Spiel der Ladies sehen und merken, was die Spielerinnen \u00fcberhaupt leisten.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Thema Cheerleading. Sowohl die Homepage der Danube Dragons, aber auch der Verband, bieten auf deren Internetseiten die M\u00f6glichkeit zum Cheerleading grunds\u00e4tzlich an.<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Wird angeboten, die Dragons verf\u00fcgen \u00fcber ein eigenes Cheerleader Team, an welchem sehr viele M\u00e4dels teilnehmen. Meine Spielerinnen wollen nat\u00fcrlich nicht Cheerleaden. Aber es gibt Unmengen an Vereinen, und sogar Vereine, die \u00fcberhaupt keinen anderen Football Verein angeh\u00f6ren und Cheerleaden.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Auch auf die Gefahr hin m\u00f6glicherweise gerade hier und jetzt provokant zu sein, ich frage es trotzdem. Grunds\u00e4tzlich wird Cheerleading mit einem amerikanischen Lebensgef\u00fchl verbunden. Entstehen dahingehend, aber auch im Hinblick auf Sexismus nicht Diskussionen?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Mir sind dazu eher weniger Beispiele bekannt. Wenn das Thema Cheerleader im Freundes- oder Bekanntenkreis angesprochen wird, dann denkt man nat\u00fcrlich an jene aus den USA, welche im Zuge eines NFL Spiels zu sehen sind. Aber nicht im Hinblick auf etwas stark sexistisches. Das w\u00e4re zumindest mir nicht aufgefallen.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Erst gestern habe ich einen Artikel in einer \u00d6sterreichischen Tageszeitung gelesen, in welchem der Pr\u00e4sident des \u00d6sterreichischen oder des Wiener Football Verbandes angef\u00fchrt war. Darin ging es um das Thema Sportf\u00f6rderung. In besagten Zeitungsbericht wurde kritisiert, dass die Auszahlung von zugesagten F\u00f6rderungen oftmals sehr lange Zeit in Anspruch nimmt. Habt Ihr die M\u00f6glichkeit, F\u00f6rderungen zu beantragen? Fasst Ihr diese Option ins Auge?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Es ist sehr schwer, insbesondere im Frauenteam, F\u00f6rderungen zu erlangen. Wir evaluieren gerade, ob wir welche erhalten k\u00f6nnen. Dieses Jahr findet erstmals, da wir sechs Teams haben, eine Staatsmeisterschaft statt. Das gewinnende Team kann nat\u00fcrlich um eine F\u00f6rderung ansuchen. Ob das schnell geht, schlecht geht oder gut geht, kann ich hier und jetzt nicht beantworten. Es ist auf jeden Fall schwer herauszufinden, wer wo und wie, welche F\u00f6rderung beantragen kann.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Sofern ich es richtig verstanden habe, wird in \u00d6sterreich nach einer West- und einer Ostliga unterteilt. Nach welchem Meisterschaftsprinzip funktioniert die Durchf\u00fchrung des Betriebes der Frauen Football Liga? Existiert ein Meisterschafts- und ein Playoff System, \u00e4hnlich dem Eishockey? Wie kann man sich das vorstellen?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Da immer mehr neue Teams hinzukommen, treffen wir uns einmal j\u00e4hrlich zu einer Ligasitzung und sondieren wie die Liga im n\u00e4chsten Jahr aussehen soll. Dieses Jahr wurde so entschieden, das zwei Gruppen in Play Offs spielen. Es sieht derzeit fast wie eine West- und eine Ostliga aus. Es wurde aber eher nach bereits erfahrenen und unerfahrenen Teams getrennt. Also eine Trennung in jene, die eher st\u00e4rker sind, und in jene, die vermeintlich schw\u00e4cher sind. Die Vikings, die Budapest Wolves und wir spielen in einer Tabelle. Das ist die starke Gruppe. Die Hammers, die Patriots, und die Grazerinnen die momentan ihre zweite Saison spielen, befinden sich in der zweiten Gruppe. Die Siegerinnen aus der zweiten Gruppe spielen gegen die Siegerinnen aus unserer Gruppe. Die jeweils zweit- und Drittplatzierten spielen im Halbfinale, um den Einzug ins Finale gegeneinander.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Ist es nicht ungew\u00f6hnlich, dass sich mit Budapest ein ungarisches Team in der Liga befindet?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Gerade in den Nachbarl\u00e4ndern sind einige Ligen eher schw\u00e4cher besetzt. So spielen beispielsweise die Budapester Herren auch in unserer Liga mit. Aber auch ein Team aus Prag hat schon bei den Herren mitgespielt. Es ist f\u00fcr diese Teams ganz einfach lukrativer in \u00d6sterreich zu spielen, weil die Gegner viel st\u00e4rker sind, und diese dadurch viel mehr Erfahrung sammeln k\u00f6nnen. Wir sind nat\u00fcrlich froh, dass sie zu uns kommen, sodass unsere Liga gr\u00f6\u00dfer wird, und unsere Spielerinnen mehr Spiele haben.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Ich sitze seit ungef\u00e4hr einer halben bis dreiviertel Stunde hier. Es w\u00fcrde mich pers\u00f6nlich sehr interessieren, was ich mir unter den Begriffen Toss, Wing Zone und Shuffle vorstellen darf?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Das sind verschiedene Spielz\u00fcge beziehungsweise ist da auch eine Formation dabei. Ein Toss ist ein Lauf- Spielzug \u00fcber die Au\u00dfenseite, der international fast immer als Toss bezeichnet wird. Der hat ein spezielles Blocking Schema, in welcher der Running Back nach au\u00dfen geht und den Ball bekommt. Wing Zone ist eine Formation, welche einen speziellen Spieler ben\u00f6tigt, einen Wing Back eben. Um genaueres zu beschreiben, m\u00fcsste ich jetzt sehr ins Detail gehen. Wing Zone ist ebenfalls wieder ein Lauf- Spielzug. Die Begriffe sind international immer gleich. Shuffle ist ein spezielles Zuschupfen des Balles.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Ihr trainiert zweimal die Woche in Aspern. Wo tragt Ihr die Heimspiele aus?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Ebenfalls hier, unsere Heimspiele sind leider bereits vorbei. Allerdings haben wir hier, auf dem Platz des Asperner Vereines eine sehr gute Heimst\u00e4tte. Wir haben hier eine sehr gute Kooperation gefunden und werden in jeder Hinsicht unterst\u00fctzt. Somit m\u00f6chten wir auch unsere Heimspiel hier austragen, damit die Fu\u00dfballer sowie die Leute aus der Umgebung auch mal Football kennenlernen.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Ist das Verletzungsrisiko im Vergleich zum Fu\u00dfballsport g\u00e4nzlich anders? Ist dieses st\u00e4rker oder geringer?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Das wurde schon \u00f6fter diskutiert, es gab dazu auch bereits einige Statistiken, die besagen, dass Fu\u00dfball um Welten gef\u00e4hrlicher ist und das dort prozentuell mehr Verletzungen vorkommen. Man muss dabei aber schon auch hinzuf\u00fcgen, dass es in \u00d6sterreich viel mehr Fu\u00dfballer als Footballer gibt und auch in niederen Klassen, in welchen das Training nicht unbedingt berauschend ist, und dadurch auch die k\u00f6rperliche Ausbildung der Spieler nicht gerade zum Besten bestellt ist, Verletzungen im Vergleich zu h\u00f6heren Ligen wesentlich h\u00e4ufiger vorkommen. Im Football l\u00e4sst sich sagen: Ja, es kommen Verletzungen vor, es sind mehr Ausf\u00e4lle als Verletzungen. Aber wenn es zu Verletzungen kommt, dann sind diese doch etwas st\u00e4rker, zum Beispiel Kreuzbandrisse k\u00f6nnen vorkommen.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Wann finden eure n\u00e4chsten Heimspiele statt?<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Leider erst im n\u00e4chsten Jahr. Dieses Jahr sind unsere Heimspiele leider schon vorbei. Da wir uns jetzt im Play Off befinden, ging das Heimrecht an die Budapesterinnen.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Vielen herzlichen Dank f\u00fcr das Gespr\u00e4ch und auch weiterhin alles Gute.<\/p>\n<p><strong>Thomas<\/strong>: <em>Danke!<\/em><\/p>\n<p>Im Anschluss an das Interview hatte ich das Gl\u00fcck noch ein paar Worte mit einem anderen anwesenden Betreuer wechseln zu d\u00fcrfen. Es handelte sich um Christian, seines Zeichens Team Manager und die Seele des Teams. Jedenfalls hatte ich den starken Eindruck, dass der Football Verein sich in Aspern sehr wohl f\u00fchlt. Nur zu oft werden gerade Football Vereine von Fu\u00dfballvereinen beschuldigt, den Rasen zu zerst\u00f6ren und zur Entlastung der Fu\u00dfballbudgets nichts bis viel zu wenig beizutragen. Mit einer geh\u00f6rigen Portion Idealismus, wie auch Engagement, sind die Beteiligten, Betreuerstab und Spielerinnen mit Begeisterung bei der Sache. Ebenso soll die Organisation und Vermittlung von internationalen Test- bzw. Freundschaftsspielen durch den Betreuerstab hier Erw\u00e4hnung finden. So durfte das Team der Danube Dragons Ladies auch schon mal St\u00e4dte wie Mailand und Warschau bereisen.<\/p>\n<p>Das Training selbst, sieht f\u00fcr meine Begriffe, \u00fcberdurchschnittlich professionell aus, und enth\u00e4lt Analysen, aber auch taktische Erl\u00e4uterungen und Besprechungen sowie Erkl\u00e4rungen, in welche die Spielerinnen aktiv eingebunden sind. Jedenfalls klang es f\u00fcr mich doch sehr authentisch, das offenbar gro\u00dfer Wert darauf gelegt wird, Wissen und K\u00f6nnen gezielt zu vermitteln.<\/p>\n<p>Nach dieser Theorie im Besprechungsraum startete die Umsetzung auf dem Platz, Defensiverhalten war \u00fcber den Zeitraum von rund einer Stunde angesagt.<\/p>\n<p>Nach Ende des Trainings stellte sich noch eine der Spielerinnen, Regina, f\u00fcr ein kurzes Statement zur Verf\u00fcgung:<\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Hallo Regina, seit wann spielst Du American Football und was waren Deine Beweggr\u00fcnde, diesen Sport zu beginnen?<\/p>\n<p><strong>Regina<\/strong>: <em>Ich spiele jetzt meine dritte Saison, also seit knapp \u00fcber 3 Jahren. Football ist f\u00fcr mich ein Mannschaftssport, es ist mir hierbei sehr wichtig, dass es ein echter Teamsport ist, in welchem eine Einzelperson alleine nicht das Spiel machen kann. Wir m\u00fcssen zusammenarbeiten, wir m\u00fcssen zusammenhalten und eine ist ohne die andere nichts.<\/em><\/p>\n<p><strong>km1316<\/strong>: Wie sehen Deine W\u00fcnsche bez\u00fcglich der sportlichen Zukunft aus?<\/p>\n<p><strong>Regina<\/strong>: <em>Ich hoffe, dass es in \u00d6sterreich immer mehr Frauenteams geben wird, dass der Sport bekannter wird und dass m\u00f6glichst viele sehen, wie sehr Football Spa\u00df machen kann.<\/em><\/p>\n<p>km1316: Vielen herzlichen Dank und alles Gute f\u00fcr die Zukunft.<\/p>\n<p><strong>Regina<\/strong>: <em>Danke sch\u00f6n.<\/em><\/p>\n<p>Dem ist eindeutig nichts hinzuzuf\u00fcgen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.danubedragons.com\/football\/ladies\" target=\"_blank\">danubedragons.com<\/a><\/p>\n<p>Diese Reportage erfolgte gem\u00e4\u00df freundlicher Einladung der Danube Dragons Ladies.<\/p>\n<p>-km1316-<\/p>\nngg_shortcode_0_placeholder\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ballsportarten werden gemeinhin mit runden B\u00e4llen ausgetragen, und das seit bereits sehr langer Zeit. 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