{"id":5424,"date":"2018-10-12T11:00:24","date_gmt":"2018-10-12T09:00:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/?p=5424"},"modified":"2018-10-10T21:13:10","modified_gmt":"2018-10-10T19:13:10","slug":"12-10-aktionstag-gegen-kuerzungen-im-sozialbereich-armut-bekaempfen-nicht-die-armen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/12-10-aktionstag-gegen-kuerzungen-im-sozialbereich-armut-bekaempfen-nicht-die-armen\/","title":{"rendered":"12.10 Aktionstag gegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich &#8211; Armut bek\u00e4mpfen, nicht die Armen!"},"content":{"rendered":"<h3>Die FHT setzt sich aktiv gegen Diskriminierungen aller Art ein und beobachtet die aktuellen sozialpolitischen Entwicklungen in \u00d6sterreich daher unter dem Blickwinkel sozialer Gerechtigkeit.<\/h3>\n<h3>Dabei stellen wir mit Sorge fest, dass das Prinzip Fair Play im Umgang mit Benachteiligten in der Gesellschaft derzeit keine gro\u00dfe Rolle spielt. Anstatt Fouls anzuzeigen und am Boden Liegenden aufzuhelfen, wird derzeit noch weiter nach unten getreten \u2013 Um die Metapher zu strapazieren: Es geht f\u00fcr viele Menschen in dieser Gesellschaft nicht mehr darum, am Ball zu bleiben, sondern darum, \u00fcberhaupt noch mit am Feld stehen zu d\u00fcrfen. Ausschlussprozesse werden mit hoher Intensit\u00e4t und Geschwindigkeit vorangetrieben.<\/h3>\n<h3>Das B\u00fcndnis \u201eSozial, aber nicht bl\u00f6d\u201c ruft aufgrund dieser Entwicklungen f\u00fcr den 12.10.2018 zu einem Aktionstag gegen die K\u00fcrzungen im Sozialbereich auf, da von diesen Einsparungen jene betroffen sind, die ohnehin wenig haben, und soziale Ungerechtigkeit und Ungleichheit dadurch weiter zunehmen. Die Freund*innen der Friedhofstrib\u00fcne solidarisieren sich mit dem Aufruf zum \u201eAktionstag gegen sozialen Kahlschlag\u201c, der hier leicht abge\u00e4ndert wiedergegeben wird:<\/h3>\n<h3>Die Besch\u00e4ftigten im Sozialbereich sind im \u00f6ffentlichen Auftrag t\u00e4tig. Ziel Sozialer Arbeit ist es, allen Personen ein Leben in W\u00fcrde zu erm\u00f6glichen, die Teilnahmechancen von Einzelpersonen und Bev\u00f6lkerungsgruppen an der Gesellschaft zu erweitern und Ausschl\u00fcsse zu verhindern. Dies basiert auf Grundlage von menschen- und v\u00f6lkerrechtlichen Bestimmungen, die sich in Landes- und Bundesgesetzen abbilden. Die Prinzipien sozialer Gerechtigkeit, die Menschenrechte, die gemeinsame Verantwortung und die Achtung der Vielfalt bilden laut globaler Definition die Grundlage der Sozialen Arbeit.<\/h3>\n<h3>Sozialarbeitende kennen die Lebenswelten und -umst\u00e4nde von an den Rand gedr\u00e4ngten Menschen und sind so in der Lage, durch expliziten oder impliziten Auftrag deren Anliegen \u00f6ffentlich zu machen. Sie haben aufgrund ihres fachlichen Wissens die Aufgabe, auf gesellschaftliche Herausforderungen zu reagieren und auf Marginalisierungs- und Exklusionsprozesse hinzuweisen, die ein Leben in W\u00fcrde f\u00fcr alle Menschen gef\u00e4hrden k\u00f6nnen.<\/h3>\n<h3>Derzeit werden durch die Bundesregierung &#8211; ohne Einbezug von Expert*innenwissen &#8211; zahlreiche Gesetzes\u00e4nderungen vorgenommen. Diese \u00c4nderungen h\u00f6hlen rechtsstaatliche Grundwerte und Selbstbestimmungsrechte sowie Menschenrechte aus und erschweren den Zugang zu Qualifizierungs- bzw. Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten ebenso wie zu Gesundheitsleistungen, Wohnraum und psychosozialer Unterst\u00fctzung. Auf regionaler Ebene werden Menschen zudem aus dem \u00f6ffentlichen Raum verdr\u00e4ngt. Gleichzeitig werden die Mittel f\u00fcr soziale Einrichtungen auf Bundes-, L\u00e4nder- und Gemeindeebene gek\u00fcrzt.<\/h3>\n<h3>Aufgrund der Einsparungen sehen sich Sozialarbeitende mehr und mehr dazu gezwungen, entgegen ihrer professionellen Haltung und ihres fachlichen Wissens zu agieren. Zus\u00e4tzlich zu diesen fachlichen Zumutungen werden Arbeits- und Besch\u00e4ftigungsbedingungen prekarisiert und der Druck auf die Mitarbeitenden erh\u00f6ht.<\/h3>\n<h3>Die auf Soziale Arbeit Angewiesenen sind von K\u00fcrzungen im Sozialbereich am massivsten betroffen, weil sich ihre Chancen f\u00fcr gesellschaftliche Partizipation und ihre M\u00f6glichkeiten zu einem autonomen Leben in W\u00fcrde weiter verschlechtern. Zudem erhalten von Marginalisierung bedrohte oder betroffene Personen keine passgenaue Unterst\u00fctzung, und dieser Personenkreis w\u00e4chst durch die bereits erfolgten oder geplanten K\u00fcrzungen von Sozialleistungen zunehmend. Die Spaltung der Gesellschaft und ein Ausschluss von bestimmten Personen(gruppen) werden damit vorangetrieben. Volle gesellschaftliche Teilhabe und ein selbstbestimmtes Leben werden f\u00fcr immer mehr Menschen erschwert<\/h3>\n<h3>Aus den genannten Gr\u00fcnden sind alle \u2013 nicht nur im Sozialbereich t\u00e4tigen Personen &#8211; aufgerufen, sich<\/p>\n<p>&#8211; im Interesse einer offenen und demokratischen Gesellschaft<\/p>\n<p>&#8211; im Interesse der auf Soziale Arbeit Angewiesenen, Nutzer*innen und Klient*innen<\/p>\n<p>&#8211; im eigenen Interesse gegen K\u00fcrzungen im Sozialbereich aufzutreten und sich an einer der Veranstaltungen am 12.10.2018 zu beteiligen.<\/h3>\n<h3>In Wien findet beispielsweise um 16 Uhr eine Aktion am U-Bahnhof Ottakring statt. N\u00e4here Informationen sind hier zu finden:<\/h3>\n<h3>https:\/\/www.facebook.com\/ sozialabernichtbloed\/<\/h3>\n<h3>Und dann gibt\u2019s zum Schluss noch eine gro\u00dfe Bitte: Das Flag braucht immer helfende H\u00e4nde! Einen gro\u00dfen fetten Karma-Punkt, ach was sag ich da, ganz viele gro\u00dfe fette KarmaPunkte, kannst du sammeln, indem du dich entschlie\u00dft, im Flag einmal auszuhelfen. Wer einmal den Betrieb hinter der Budl und dabei einen Haufen netter Leute kennenlernen m\u00f6chte: bitte einfach einmal im Flag Bescheid geben oder schreibt uns eine Mail an freunde.der@friedhofstribuene.at<a href=\"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCF2240-2.jpg\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-5426\" src=\"http:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCF2240-2-300x300.jpg\" alt=\"\" width=\"300\" height=\"300\" srcset=\"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCF2240-2-300x300.jpg 300w, https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCF2240-2-150x150.jpg 150w, https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCF2240-2-768x768.jpg 768w, https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/wp-content\/uploads\/2018\/10\/DSCF2240-2-1024x1024.jpg 1024w\" sizes=\"auto, (max-width: 300px) 100vw, 300px\" \/><\/a><\/h3>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die FHT setzt sich aktiv gegen Diskriminierungen aller Art ein und beobachtet die aktuellen sozialpolitischen Entwicklungen in \u00d6sterreich daher unter dem Blickwinkel sozialer Gerechtigkeit. 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