{"id":5831,"date":"2020-08-17T11:00:02","date_gmt":"2020-08-17T09:00:02","guid":{"rendered":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/?p=5831"},"modified":"2020-08-17T13:06:55","modified_gmt":"2020-08-17T11:06:55","slug":"ein-einziges-desaster","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.friedhofstribuene.at\/wordpress\/ein-einziges-desaster\/","title":{"rendered":"Ein einziges Desaster!"},"content":{"rendered":"<div class=\"\" data-block=\"true\" data-editor=\"c71hn\" data-offset-key=\"59ocd-0-0\">\n<div class=\"_1mf _1mj\" data-offset-key=\"59ocd-0-0\">\n<p>Nun also 13 &#8211; 13 Vereine die in die neue Saison der Regionalliga Ost (RLO) starten.<br \/>\nDas hei\u00dft auch weniger Spiele, weniger Zuseher, weniger Einnahmen f\u00fcr diese 13 Vereine, in einem, durch die Pandemie bedingten, schwierigen organisatorischen und wirtschaftlichen Umfeld.<\/p>\n<p>Wie kam es eigentlich dazu. Der Ausbruch der Pandemie f\u00fchrte Anfang des Jahres ja bekanntlich zum Abbruch aller Ligen unterhalb der beiden Bundesligen. Schon diese Entscheidung war nicht ganz unumstritten. In mehreren deutschen Verb\u00e4nden wurde das z.B. vollkommen anders geregelt und verschaffte so, durch eine Quotientenregelung, Tennis Borussia Berlin den Aufstieg in die 4. Liga.<br \/>\nDer R\u00fcckzug von Ebreichsdorf lie\u00df dann bereits eine L\u00fccke entstehen. Damals wurde allerdings sehr wohl noch \u00fcber eine Nachnominierung heftigst gestritten. Da jeder der drei Verb\u00e4nde (WFV, N\u00d6FV, BFV) einen eigenen Vorschlag in die parit\u00e4tische Kommission einbrachte und bei der Abstimmung keiner der nominierten Vereine eine Mehrheit erhielt, weil jeder nur f\u00fcr seinen Verein stimmte, einigte man sich darauf keinem was zu g\u00f6nnen und somit lieber alle verlieren zu lassen und besetzte nicht nach. Schon damals musste der geneigte der\/die Betrachter*in, ob dieses unw\u00fcrdigen Schauspiels, den Kopf sch\u00fctteln.<br \/>\nDann kam Mattersburg. Der Zusammenbruch der Commerzialbank in einem beispiellosen Skandal f\u00fchrte letztendlich auch zur Aufl\u00f6sung des SV Mattersburg.<br \/>\nDa nun ein Platz in der zweiten Liga frei war, wurden die Rapid Amateure hochgezogen und so waren es nur mehr 13 Vereine in der RLO.<br \/>\nStatt nun zu handeln verschanzten sich die Funktion\u00e4re der Verb\u00e4nde hinter m\u00f6glichen rechtlichen Bedenken. Diese blieben einfach mal im Raum stehen ohne sie erstens, n\u00e4her zu definieren und zweitens, wirklich abzukl\u00e4ren ob diese berechtigt seien, ob man diese auch vielleicht im Vorfeld kl\u00e4ren k\u00f6nnte bzw. ob es \u00fcberhaupt so viele Vereine gibt die den Rechtsweg beschreiten w\u00fcrden.<br \/>\nSimmering tut das allerdings bereits. Durch einen Aufstieg eines Wiener Liga Vereins in die RLO und damit dem m\u00f6glichen Aufstieg Simmerings in die WL w\u00e4re dieser Rechtsstreit aber wohl einfach zu beheben gewesen.<br \/>\nDieser aktuelle Rechtsstreit, ein anderer ist derzeit unseres Wissens nicht anh\u00e4ngig, der als Vorwand des Nichthandelns diente, w\u00e4re also durch umsichtiges Handeln gar nicht erst entstanden. Das ist faktisch eine Umkehrung von Ursache und Wirkung.<br \/>\nKlagen jedenfalls, ist immer der letzte Schritt um rechtliche Unklarheiten letztendlich auszur\u00e4umen.<br \/>\nGeklagt wird im Zivilrecht aber meist erst dann, wenn zuvor die Kommunikation nicht stattgefunden oder zusammengebrochen ist. Beides trifft hier wohl von Seiten der Verb\u00e4nde und des \u00d6FB zu, wie man so h\u00f6rt. Statt mit den betroffenen Vereinen zu reden und eine gemeinsame L\u00f6sung zu finden w\u00e4hlte man den einfachen, den gewohnten, den undemokratischen Weg. Man hat von oben herab befunden: \u201eDas ist alles zu unsicher.\u201c, wie gesagt, ohne diese Unsicherheit tats\u00e4chlich in Gespr\u00e4chen auszuloten und hat sich f\u00fcr den einfachen Weg entschieden, weil es immer schon so war. Man hat sich halt bem\u00fcht, wie die Aussendung des \u00d6FB anmerkt. Offenbar aber nicht genug.<br \/>\nKein Gedanke daran, dass dies besondere Umst\u00e4nde sind, kein Gedanke welchen Schaden man den Vereinen, den einzelnen Spielern, der RLO und dem \u00f6sterreichischen Fu\u00dfball damit jetzt und in Zukunft antut.<br \/>\nDas es auch anders geht beweist ja gerade der, rein sportlich wohl nicht unbedingt zu rechtfertigende, Aufstieg der Rapid Amateure sowie der Wechsel des 10.! der K\u00e4rntner Landesliga in die Regionalliga Mitte. Man will halt nicht. Diese Entscheidung hat aber fatale Auswirkungen auch auf die Zukunft des \u00f6sterreichischen Ligasystems. Es schafft einen weiteren Pr\u00e4zedenzfall und eigentlich mehr Unsicherheit als vermeintlich dadurch gel\u00f6st wird. Im Prinzip kann man so jede Liga unterhalb der beiden Bundesligen, die ja offenbar immer in maximalst\u00e4rke besetzt sein m\u00fcssen, mit beliebiger Anzahl von Vereinen spielen lassen. Heute sind es 13, n\u00e4chstes Jahr vielleicht dann nur 11?! Planungssicherheit im ohnehin schwierigen Fu\u00dfballgesch\u00e4ft gibt es damit wohl nicht mehr.<br \/>\nZur\u00fcck bleibt der Eindruck einer visionslosen, sich selbst gen\u00fcgenden Funktion\u00e4rskaste ohne viel Plan und ohne Verst\u00e4ndnis f\u00fcr die Schwierigkeiten der Vereine, der Spieler und die W\u00fcnsche der Fans. Die es nicht schafft \u00fcber ihren Gartenzaun zu blicken, die keine Vorstellung von der Zukunft des Fu\u00dfballs hat, keine Kommunikationsbasis mit den Vereinen, nur auf eigene Vorteile blickt und innerhalb des \u00d6FB um jeden Zentimeter Einfluss und Macht k\u00e4mpft. Eine Generation, die sich selbst \u00fcberlebt hat und j\u00fcngeren, mutigeren, weniger verhaberten Menschen Platz machen soll, zum besseren f\u00fcr den \u00f6sterreichischen Fu\u00dfball.<br \/>\nKurz, es ist ein desastr\u00f6ses Bild.<\/p>\n<p>PS:<br \/>\nDas die Verb\u00e4nde nat\u00fcrlich sehr wohl die Kompetenz haben, den Willen vorausgesetzt, bei unvorhergesehenen F\u00e4llen, und eine Pandemie sowie die Aufl\u00f6sung eines Bundesligisten sind wohl als solche zu werten, aufgrund der eigenen Bestimmungen zu entscheiden zeigen die nachfolgenden Paragrafen.<\/p>\n<p>Durchf\u00fchrungsbestimmungen der Regionalliga Ost 20\/21:<br \/>\n27. Unvorhergesehene F\u00e4lle<br \/>\nIn allen diesen Durchf\u00fchrungsbestimmungen nicht nicht vorgesehenen F\u00e4llen und im Falle h\u00f6herer Gewalt entscheidet die Parit\u00e4tische Kommission im Sinne der Satzungen und besonderen Bestimmungen des \u00d6FB sowie aufgrund der \u00fcblichen Gepflogenheiten des Spielbetriebs. F\u00fcr die Meisterschaft der Regionalliga Ost gelten grunds\u00e4tzlich die Meisterschaftsregeln des \u00d6FB, die \u00d6FB-Rechtspflegeordnung und das \u00d6FB- Regulativ in der jeweiligen Fassung.<\/p>\n<p>Meisterschaftsregeln des \u00d6FB:<\/p>\n<p>\u00a7 32 Unvorhergesehene F\u00e4lle<br \/>\nIn allen in den Meisterschaftsregeln nicht vorgesehenen F\u00e4llen entscheidet das Pr\u00e4sidium des \u00d6FB.<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n<div class=\"\" data-block=\"true\" data-editor=\"c71hn\" data-offset-key=\"d7k8p-0-0\">\n<div class=\"_1mf _1mj\" data-offset-key=\"d7k8p-0-0\"><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"\" data-block=\"true\" data-editor=\"c71hn\" data-offset-key=\"fdjt5-0-0\"><\/div>\n<div class=\"\" data-block=\"true\" data-editor=\"c71hn\" data-offset-key=\"1p011-0-0\">\n<div class=\"_1mf _1mj\" data-offset-key=\"1p011-0-0\"><\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nun also 13 &#8211; 13 Vereine die in die neue Saison der Regionalliga Ost (RLO) starten. 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