Zwangsräumung verhindern | 6.10.2014

Am 6. Oktober soll Monika R. aus ihrer Wohnung zwangsgeräumt werden. Ein Wasserschaden sorgte dafür, dass Frau R. ein Jahr lang kein fließendes Wasser in der Wohnung hatte. Trotzdem zahlte sie ihre volle Monatsmiete. Perfiderweise wird dieser Wasserschaden nun als Kündigungsgrund verwendet. Sie ist die letzte Mieterin in einem Haus, in dem bereits alle anderen hinausgeekelt und die Wohnungen in Eigentumswohnungen umgewandelt wurden.

Von Behörden, Besitzern und ihren Betreuern wurde Frau R. jahrelang gegängelt und nicht ernst genommen. Sie möchte in ihrer Wohnung bleiben und das Kündigungsverfahren erneut aufrollen bzw. unabhängige Sachverständige sollen den Schaden in der Wohnung erneut prüfen. Frau R. ist die letzte Mieterin in dem Haus und soll es auch bleiben, solange sie möchte!

Wir wollen Frau R. dabei unterstützen ihr Leben selbstbestimmt zu gestalten und selber über ihre Wohnstituation zu entscheiden. Deshalb werden wir die Räumung am Montag mit einer Sitzblockade verhindern!

Denn in dieser Stadt passiert es im Schnitt 7 mal am Tag, dass Menschen durch eine gerichtliche “Delogierung” aus ihrem Zuhause geworfen werden, und fast immer passiert es im Stillen. An anderen Orten gibt es bereits starke Bewegungen gegen Zwangsräumungen. In Spanien wurden in den letzten Jahren schon viele Räumungen durch Blockaden von solidarischen Menschen verhindert, in manchen Landesteilen haben sich bereits Feuerwehr, Richter_innen und teilweise sogar die Polizei geweigert, bei weiteren Räumungen mitzuwirken. Andere Beispiele sind etwa Turin und Berlin, auch hier sind bereits Räumungen verhindert und sowohl Hauseigentümer als auch Behörden zu Zugeständnissen gebracht worden, die ohne den öffentlichen Druck nie zu Stande gekommen wären.

In Wien steht diese Bewegung am Anfang, und an diesem 6. Oktober wird nun das erste Mal zu einer Blockade aufgerufen!

Kommt zur Verhinderung der angesetzten Räumung!

Treffpunkt: Pünktlich 8 Uhr – Schnellbahnstation Hernals (Tram 43)

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